Teppiche für Allergiker

Die Zahl der Menschen, die mit Allergien zu kämpfen hat, steigt stetig. So leidet mindestens jeder Achte in Deutschland unter einer Hausstauballergie. Selbstverständlich ist es der Wunsch eines jeden Allergikers, die Ursachen auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Symptome zu bekämpfen.

Teppichboden ist ideal für Allergiker
Teppichböden zählen zu den beliebtesten Bodenbelägen, doch gerade bei Allergikern ist ein Irrglaube nach wie vor weit verbreitet. Die meisten Betroffenen denken, dass Teppichboden schlecht für Hausstauballergiker ist und entscheiden sich deshalb oftmals für Parkett, Laminat oder andere glatte Bodenbeläge. Aber das Gegenteil ist der Fall. Dies belegt eine Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes DAAB e.V. Die Studie weist nach, dass sich die Feinstaubbelastung in Räumen durch Verwendung eines Teppichbodens stark reduzieren lässt (Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V., Juni 2005 – http://www.daab.de/). Teppichböden besitzen eine hohe Staubbindefähigkeit. Im Gegensatz hierzu stehen glatte Böden, bei denen der Staub permanent aufgewirbelt wird und die Raumluft belastet. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Feinstaubbelastung in der Luft in Räumen mit glatten Böden doppelt so hoch ist als in mit Teppichboden ausgestatteten Wohnräumen.

Ein gepflegter Teppich ist kein Nährboden für Milben
Es wurde ferner erwiesen, dass Teppichböden kein Nährboden für Hausstaubmilben sind. Milben benötigen zur Entwicklung drei Faktoren: Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung. Diese Faktoren finden sie in vernünftig gepflegten Teppichböden nicht vor. Betten, Kissen und Sitzflächen hingegen sind optimale Brutstätten für Hausstaubmilben.

Um die staubbindende Funktion eine Teppichs ideal zu nutzen und sicherzustellen, dass dieser sich auch über die Jahre hinweg nicht zum Nährboden für Hausstaubmilben entwickelt, sollte einmal pro Jahr eine Tiefenreinigung durchgeführt werden. Es wird außerdem empfohlen, den Teppich mindestens zweimal pro Woche mit einer elektrisch angetriebenen Bürste abzusaugen. Im Gegensatz zu Kombidüsen, greifen elektrisch angetriebene Bürsten tiefer und können auf diese Weise tiefsitzenden Schmutz entfernen. Dringend angeraten wird auch dazu, während des Saugens zu lüften. Nach ca. 30 Minuten hat sich der aufgewirbelte Staub wieder gesetzt. Die Filtertüte des Staubsaugers sollte zudem mindestens einmal im Monat erneuert werden.

Kurzflorige, dichte Teppiche sind ideal für Allergiker
Für Allergiker besonders geeignet sind kurzflorige, dichte Teppiche. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Boden emissionsfrei verlegt wird. Gerade Allergiker können auf die chemischen Ausdünstungen reagieren. Sehr populär ist in den letzten Jahren das Klett-Verfahren. Hier wird der Boden nicht verklebt sondern „verklettet“. Es sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass der Teppich ein TÜV Siegel aufweist, das ihn als allergikergeeignet ausweist. Nur schadstoffarme Teppiche werden mit diesem TÜV Siegel ausgezeichnet. Grundsätzlich aber sind sämtlich kurzflorige und dichte Teppiche für Allergiker geeignet.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.